Spätestens seit der Einführung der Studiengebühren gewinnt der Qualitätsbegriff auch an den Hochschulen immer mehr an Bedeutung. Eigentlich gibt es mit der Evaluation der Lehre auch eine gutes Mittel um Stärken und Schwächen der einzelnen Vorlesungen, aber auch der ganzen Hochschule zu messen. Leider ist die Qualität der Evaluation an unsere FH, sehr stark von den einzelnen Fakultäten abhängig. Wenn ich an die letzten Semester denke war es so, dass die Professoren meist in einer der letzten Vorlesungen den Fragebogen ausgeteilt haben. Im besten Fall haben sich die Professoren in der nächsten Vorlesung über "schlechte" Bewertungen beschwert, im schlimmsten und meisten Fall wurde nicht mehr darüber gesprochen. Das ist nicht der Sinn einer Evaluation. Sinnvoll durchgeführt soll über die Ergebnisse diskutiert werden und diese in einer Zielvereinbarung enden.
Laut Bayerischem Hochschulgesetz (BayHSchG) ist der Studiendekan für die Durchführung der Evaluation zuständig. Leider sind aber die weiteren Regelungen im Gesetz sehr offen formuliert, sodass jede Hochschule und eigentlich jede Fakultät ihre eigenen Regeln aufstellen kann. Sinnvoll wäre eine regelmäßige Evaluation mindestens einmal pro Jahr, besser einmal pro Semester die auch von einer externen Evaluation in größeren Abständen ergänzt werden sollte. Außerdem sollten die Ergebnisse einheitlich veröffentlicht werden. Zur Erreichung der Ziele müssen den Lehrenden Hilfestellungen (z. B. Fortbildungen) angeboten werden und beim verfehlend der Ziele muss es Konsequenzen geben. Nur so sind Evaluationen eine Möglichkeit zur Qualitätssicherung.
Über den Datenschutz im Rahmen der Evaluation wurde hier schon diskutiert. Ein anderes Problem ist leider, dass Studenten und Professoren den Sinn einer Evaluation nicht verstehen. Studenten rechnen dann mit Professoren ab die sie nicht leiden können und Professoren fühlen sich persönlich angegriffen. Vermutlich kennt jeder Student solche Situationen.
Die Zuständigkeit des Studiendekans hat aber auch den Vorteil, dass der Fakultätsrat über die Durchführung der Evaluation diskutieren und interene Regeln aufstellen kann. Damit liegt die Verantwortung bei euren gewählten Fakultätsräten die Evaluation der Lehre zu thematisieren und Missstände anzusprechen.
Der RCDS setzt sich für einheitliche Mindeststandards bei der Evaluation ein.
Montag, 26. Mai 2008
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7 Kommentare:
vielleicht wäre es auch sinnvoll die Fragebögen/Evulation durch Dritte auswerten zu lassen.
Schließlich korrigiere ich meine Steuer-Klausur auch nicht selbst.
Aron
Leider bieten die Professoren an unserer FH viel zu selten eine Evaluation an. Im vergangenen Semester mussten wir teilweise darum bitten einen Dozenten bewerten zu können. Viele Professoren sehen eine solche Bewertung aber auch als lässtig an, anstatt sie als Chance zu nutzen.
Ich bin daher auf jeden Fall dafür Evaluationsergebnisse zu veröffentlichen um sie so vergeleichbar zu machen und überhaupt eine Druchführung zu belegen.
Schulungen und Seminare für Dozenten zur Verbesserung der Lehre finde ich sind ein sehr guter Ansatz. Leider kommt so etwas (wie vieles ander auch) bisher viel zu selten bei unserer FH vor.
Genau meine Meinung, Michi!
Leider muss ich mich auch für eine externe Evaluation stark machen. Aus welchen Gründen seitens der Professoren das sinnvoll wäre, wurde hier schon gut und richtig beschrieben.
Dass einige Studenten allerdings auch gerne ihren Frust in den wenigen Evaluationen auslassen ist ebenso richtig wie die Tatsache, dass viele (zumindest bei uns ist das so) aus alberner Angst vor Repressalien nur seichten und vermeintlich versöhnenden Mist zu Papier bringen.
Also her mit der externen Evaluation, die sicher ein realistischeres Bild zeichnen kann.
Florian
Es gibt keine Studiengebühren!
Ich werde demnächst meine Hausarbeiten hier einstellen, vielleicht korrigiert "anonym" sie ja dann auch, wäre praktisch.
Wenn euch das mit "anonym" stört solltet ihr euch ein anderes Blog suchen bei dem nur registrierte benutzer beiträge schreiben können.
Aber ich muß zugeben das ich den einwurf meines anonymen Vorredners auch nicht verstehe:-)
Alex
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