Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an eine Unterschriftenliste, in die sich die FH-Studenten vor einiger Zeit eintragen konnten, um ihre Unterstützung für den dringend nötigen Neubau der FH auszudrücken. Die Unterschriftenaktion wurde vom Studentischen Konvent beschlossen und durchgeführt.
700 Studenten haben sich dann innerhalb weniger Wochen eingetragen. Vor dem Hintergrund, dass Fachschafts- und Konventsmitglieder in ihrer Freizeit vor den Hörsälen standen, um die Unterschriften zu sammeln, ist das nicht gerade wenig.
Am 9. April wurden die Unterschriftenlisten dann an Staatsminister Dr. Thomas Goppel übergeben.
Dann kam erstmal eine ganze Zeit lang
nichts. Die Pressesprecherin der FH war zwar bei der Übergabe anwesend und schoss auch ein, zwei Fotos. Doch das große Echo blieb aus. Jedem war bewusst, dass eine solche Unterschriftensammlung immer nur symbolischen Wert hat. Aber ein solches Symbol verpufft, wenn niemand davon Wind bekommt.
In der Presse stand jedenfalls
nichts darüber.
Ich habe daher vor einigen Tagen bei der Pressesprecherin nachgefragt, ob überhaupt eine Erklärung oder ein kurzer Bericht an die Presse gegeben wurde. Das verneinte sie. Das sei Sache der Studenten.
Heute lag in meinem Briefkasten ein Schreiben von FH-Präsident Prof. Dr. Heribert Weber. Darin nimmt er Bezug auf meine Nachfrage bei der Pressestelle und informiert,
"dass eine solche Berichterstattung bewusst unterblieben ist, da sich in die (...) Listen 'nur' ca. 700 Studierende eingetragen haben. Dies erscheint uns bei über 4500 an der Abt. Würzburg eingeschriebenen Studierenden und der durch die Bürgerinitiative gesammelten fast 6000 Unterschriften als nur bedingt 'werbewirksam'."Tatsächlich hat eine Würzburger Bürgerinitiative, die sich gegen den geplanten FH-Neubau richtet,
vor kurzem 6000 Unterschriften bei der Stadt Würzburg abgegeben. Das sind jedoch gerade mal etwas mehr als 5% der wahlberechtigten Würzburger.
Dagegen haben immerhin mehr als 15% der FH-Studenten auf der Konventsliste unterschrieben.
Dass der FH-Präsident und die Hochschulleitung der FH bislang ein glückliches Händchen mit "werbewirksamen" Aktionen gehabt hätten, wäre mir jedenfalls neu. Wenn der Konvent nichts getan hätte, hätte sich gar nichts getan.
Dieses Statement von Prof. Dr. Weber ist jedenfalls nichts weniger als ein Schlag vor den Kopf aller Studenten, die unterschrieben haben.