Sonntag, 4. Mai 2008

FH-Studenten weniger wert?

Als ich davon gelesen habe, dachte ich erst an einen Scherz: Wer als studentische Hilfskraft an einer FH arbeitet, verdient deutlich weniger als seine Kollegen an den Universitäten. Maximal 5,58 Euro sind das an der FH, maximal 8,02 Euro dagegen an den Unis. Und nicht nur dort, auch an Kunsthochschulen, Musikhochschulen und technischen Hochschulen gilt die 8,02-Euro-Grenze. Festgelegt wird das durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Ich will erst gar nicht versuchen, nach irgendwelchen Gründen dafür zu suchen. Es wird sie nicht geben. Abgesehen von der Geringschätzung der Fachhochschulen in weiten Teilen der Politik, Wissenschaft und der Medien. So groß können die Unterschiede in der tatsächlich geleisteten Arbeit gar nicht sein. Warum lassen wir FH-Studenten uns das eigentlich gefallen?

Der RCDS an der FH Würzburg-Schweinfurt versucht, das Thema über den RCDS-Landesverband an die Öffentlichkeit zu bringen. Mit einem Antrag bei unserer Landesdelegiertenversammlung wollen wir uns klar für eine Angleichung aussprechen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dies kann ich nicht bezeugen. In der Fakultät IW werden Tutorien aus Studienbeiträge angeboten, die von Studenten gehalten werden (also studentische Hilfskraft). Zitat des Tutorienorganisators: "Die
Vergütung für eine gehaltene Tutoriumsstunde (= 45 Minuten) beträgt 10,23 Euro."

Johannes Liebmann hat gesagt…

Dann gelten unter Umständen für durch Studienbeiträge finanzierte Hilfskraftstellen andere Regelungen. Das ist aber längst nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme. Die Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder sind unter http://www.tdl.bayern.de/tote%20dateien/tarifvertraege/tote%20hilfskräfte/Studentische%20Hilfskräfte%20West.pdf nachzulesen.